12. Juli 2016

Verlängerung für Glyphosat

Die geplante Wiederzulassung von Glyphosat für 15 Jahre ohne Auflagen wurde abgelehnt, sondern nur für 18 Monate. Allerdings mit kleinen Einschränkungen.

In diesem Zeitraum soll eine  Neubewertung des Krebsrisikos erfolgen. Neue Tests berichten über Honig mit erheblichen Glyphosatbelastungen. 

Weiter soll der Einsatz kurz vor der Ernte strenger geprüft werden - verboten wurde er aber nicht... 

!!! Keiner der 22 Mitgliedstaaten stimmte gegen die Zulassungsverlängerung !!!

15. Mai 2015

Glyphosat - wahrscheinlich krebserregend für den Menschen?

Glyphosat - Und plötzlich ist doch alles anders?

Es gibt immer wieder Berichte von gelähmten Tieren, Missbildungen, Tiere die verenden. Eine mystiriöse Krankheit? Veterinäre sprechen von der schleichenden Vergiftung durch Auswirkungen des Glyphosat. Lunge, Herz, Niere und Leber werden geschädigt, Unfruchtbarkeit oder Krebs drohen.

Es ist inzwischen nachweisbar im Urin von Mensch und Tier, im Tierfutter, im Wasser und damit auch in unserer Ernährung.

Wie immer in solchen Fällen, wird nicht die Ursache verboten. Ganz im Gegenteil wird der Grenzwert heraufgesetzt!

Es geht um Millionen Einnahmen...

Auf Kosten der Allgemeinheit und der Bauern. Das Herbizid verspricht gerade zusammen mit den optimierten gentechnisch veränderten Pflanzen reiche Ernte. Die Realität sieht anders aus. Immer größere Mengen Herbizit müssen versprüht werden.

Eingesetzt zur Erntebeschleunigung (Sikkation) bei Raps, Kartoffeln oder Getreide. Und auch der Hobbygärtner wendet munter gegen das lästige Unkraut rund ums Haus Glyphosat an. Schaden nimmt hierbei auch der Boden. Nachgewiesen werden konnte, dass behandelte Böden ausgelaugt sind. (weitere Informationen)

Steigen Sie auf Produkte ökologischer Landwirtschaft um!

3. April 2014

Alles ganz harmlos? Neue Studie zu Glyphosat...

Nein, kein Aprilscherz!

Das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR bezeichnet beispielsweise Roundup in einer neuen Stellungnahme als bedenkenlos und gibt grünes Licht aus Deutschland für die Verlängerung der Zulassung. Alle bisherigen Ergebnisse seien "nicht wissenschaflich fundiert" argumentiert auch die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA).

Woher kommen Rückstände in Lebensmitteln und warum sind diese im Urin der Verbraucher zu finden? (Weitere Informationen BUND)

Sie dürfen raten, wer die neue Studie in Auftrag gegeben hat...

Zahlreiche Umweltverbände fordern nicht nur aufgrund von Studien aus Argentinien und Frankreich das Verbot von Glyphosatprodukten. Die Bundesländer verlangen von der Bundesregierung endlich das Verbot von Sikkation, dem Austrocknen zur Abreifebeschleunigung. Bislang erfolglos, Deutschland ist einer der größten Befürworter...

Infos der Initiative der europäischen Glyphosate Task Force (GTF) , dem Zusammenschluss verschiedener Pflanzenschutzmittel-Unternehmen zu Glyphosat und zur Studie unter der Webadresse  glyphosat.de

2012 hätte eine Prüfung der EU zur Sicherheit von Glyphosat stattfinden müssen, diese wurde einfach auf 2015 geschoben. Dafür sind aber inzwischen aufgrund diverser negativer Studien (darunter auch die des BUND) die Grenzwerte korrigiert worden. Nicht wie man jetzt vielleicht vermuten dürfte zum Schutz der Bevölkerung, sondern es darf mehr Glyphosat ausgebracht werden!

Jetzt passt es auch wieder mit den Grenzwerten... Ignoranz läßt grüßen...

Machen Sie mit! Fordern Sie die Politik auf, endlich etwas dagegen zu unternehmen.

Pestizide ausgebracht auf landwirtschaftliche Produkte finden sich auch im Essen

Pestizide, als umgangssprachlicher Überbegriff für Pflanzenschutzmittel in verschiedenen Anwendungsbereichen

  • Herbizide gegen Unkräuter
  • Insektizide gegen lästige und schädliche Insekten und deren Entwicklungsstadien
  • Rodentizide gegen Nagetiere
  • Fungizide gegen Pilze, Pilzkrankheiten, Sporen
  • Nematizide gegen Fadenwürmer
  • Akarizide gegen Milben und andere Spinnentiere
  • Molluskizide gegen Schnecken
  • Bakterizide gegen Bakterien
  • Viruzide gegen Virus

Biozide mit sehr ähnlichen Wirkstoffen werden angewandt, wenn im nicht- agrarischen Bereich Schädlinge wie Ratten bekämpft oder z.B. Holzschutzmittel eingesetzt werden.

Getreideprodukte werden selten auf Giftstoffe untersucht. Deshalb landen auf unseren Frühstückstellern mit Brot und Brötchen oft unerkannt ungewünschte Schadstoffe. Kurz vor der Ernte des Getreides werden von vielen Landwirten Glyphosathaltige Herbizide gespritzt. Diese bewirken, dass lästige Wildkräuter vernichtet werden und auch der Reifegrad des Getreides beschleunigt wird. Das geerntete Getreide kann letztendlich noch eine Menge des Spritzmittels enthalten. Laut "Packungsbeilage" der Herbizide darf das Stroh nicht mehr in der Tierhaltung verwendet werden, beim Korn für Lebensmittel fehlen diese Warnungen.

Ernährungsberater raten mehrmals am Tage zu Obst und Gemüse zu greifen. Vor der großen Auswahl am Regal erkennt man leider nicht, was tatsächlich drin steckt. Hier ist Vorsicht angebracht, denn neben den gesunden Vitaminen können gesundheitsschädigende Rückstände enthalten sein. Da diese Rückstände meist nicht über den gesetzlich zugelassenen Grenzwerten liegen, führt dies dazu, dass sich diese Lebensmittel weiterhin in den Regalen befinden. Mit hoch sensiblen Messmethoden lassen sich diese Pestizide nicht nur in unseren Lebensmitteln nachweisen, sondern inzwischen auch in unserem Körper. Bei geschätzt der Hälfte der Bundesbürger können laut einer BUND-Studie im Juni 2013 Pestizid- Rückstände nachgewiesen werden.

In der EU sind etwa 500 Grundstoffe zugelassen. Mit besonders hohem Gefahrenpotential sieht man die Fungizide und Insektizide.

Über 20% aller Lebensmittelalarme in der EU sind auf die chemische Belastung durch die Pestizide zurückzuführen. Dabei kommen auch Wirkstoffe, die hierzulande nicht zugelassen sind, über Lebensmittelimporte nach Deutschland. Diese Stoffe lassen sich selbst in Gewässern oder im Boden nachweisen.

Zu Mehrfachbelastungen, die gesetzlich nicht beschränkt sind, kommt es, wenn mehrere verschiedene Wirkstoffe in unseren Lebensmitteln zusammenkommen. Ein nicht einzuschätzender, gefährlicher Giftcocktail, obwohl die einzelnen Grenzwerte eingehalten werden.

Die Symptome dieser „Vergiftung“ sind vielseitig. Die Giftstoffe lagern sich teilweise innerhalb unseres Körpers, besonders im Fettgewebe ein. Die Pestizide wirken nervenschädigend, sind Auslöser für Krebserkrankungen, verändern das Erbgut, beeinträchtigen die Fortpflanzung, beeinflussen das Hormonsystem und sind mitverantwortlich für viele Allergien. Ebenso konnte eine Häufung der Volkskrankheit Parkinson um 15% dem Kontakt mit diversen Giften zugeordnet werden. Landwirte, Winzer und Hobbygärtner haben durch die Anwendung ein enorm höheres Risiko einer Erkrankung an Lymph- und Leberkrebs. Vor allem bei Kleinkindern, Schwangeren, Alten und Kranken ist die Gesundheit gefährdet. Eine Häufung des Giftgemenges kann jeder von uns durch den Einsatz ökologischer Methoden verhindern.

Viel dramatischer sieht es in Entwicklungsländern aus. Dorthin verlagern Unternehmen ihre Anwendung z.B. in der EU verbotener Substanzen, weil dort deren Einsatz erlaubt ist. Meist können die Anwender in diesen Entwicklungsländern die Hinweise auf den Verpackungen nicht lesen. So sind empfohlene Dosis und der Einsatz von Schutzkleidung oder gar Atemschutz unzulänglich.

Kontrolliert wird selten. Neben den katastrophalen Arbeitsbedingungen vor Ort sind die Auswirkungen auf Böden und das Umfeld verheerend. Fatal wird es für uns Verbraucher, wenn Obst und Gemüse den Weg zurück in unseren Handel finden. So werden regelmäßig bei Kräutern, Trauben, Salat, Paprika, Erdbeeren oder in Beerenobst die Grenzwerte überschritten. An dieser Stelle muss aber auch klargestellt werden, dass einheimisches Obst, Gemüse und Getreide (siehe oben) auch belastet sein kann.

Der Verdacht, dass gerade durch die immer häufigere Überschreitung der Grenzwerte die erlaubten Grenzwerte kurzerhand um ca. 30% erhöht und damit angepasst wurden, liegt auf der Hand. Die Auswirkungen sind nicht abschätzbar. Für viele Pestizide existiert bislang kein eindeutiger Grenzwert.

Dem biologischen Obst und Gemüseanbau wurde mehrfach bestätigt, dass die Belastung wesentlich geringer bis meist Null ist. Es werden hier keine künstlichen Pestizide, sondern biologische Nützlinge oder manuelle Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Grundwasser und Boden erhalten nachhaltig eine entsprechend bessere Qualität.

Aber nicht nur im Bereich Lebensmittel sind Pestizide zu finden, sondern ebenso in Möbeln, Teppichen und Textilien.

Problematisch anzusehen ist die Entsorgung von unverbrauchten Pestiziden. Nicht selten werden durch die direkte Entsorgung die Böden verseucht etc.

Jetzt schon ein bekanntes Problem ist, dass durch Wind Spritzmittel weitergetragen, Oberflächen- und Grundwässer flächendeckend belastet werden oder gar Stoffe bei bestimmten Temperaturen ausgasen. Inzwischen sind durch über Flüsse ins Meer gespülte Pestizide auch empfindliche Korallengebiete betroffen.

Bewiesen werden konnte aktuell, dass das Bienensterben eine Folge der Anwendung vieler verschiedener Pestizide ist. Daraus kann gefolgert werden, dass immer mehr Arten betroffen sind. Eine Auslöschung bestimmter Arten hat zur Folge, dass die Fressfeinde ebenso geschädigt werden. Bekannt ist, dass auf ökologisch bewirtschafteten Gebieten die Artenvielfalt um den Faktor 6 höher ist. (Link "Gifteinsatz im Hardtwald")

Ein andauernder Einsatz von Pestiziden kann zu Resistenzen und damit zu Mutationen innerhalb der Schädlingsart führen, sodass die Wirksamkeit deutlich herabgesetzt wird. Die Folge ist ein immer stärkerer Pestizideinsatz. Der Teufelskreis nimmt kein Ende.

Zuständig für die Zulassung ist in den meisten Fällen die EFSA (European Food Safety Authority) für die EU, innerhalb Deutschlands ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verantwortlich. Grundlage ist die Bewertung der Pestizide durch Experten aus anderen Behörden, die Tests durchführen lassen, wie das Bundesamt für Risikobewertung (BfR). Im Aufsichtsrat dieser Behörden sitzen allerdings zahlreiche Vertreter aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie und Aktionäre dieser Unternehmen, die für ihre Lobby große Mitbestimmung einfordern und überwiegend auch erhalten. Nur durch permanent eingeforderte Transparenz, z.B. durch den BUND konnten in letzter Zeit diese einseitigen Zulassungsverfahren stärker der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise kann wenigstens Aufklärung beim Pestizideinsatz oder bei der Belastung unserer Lebensmittel geleistet werden.

Mehr Informationen oder Alternativen 

Ratgeber:

Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN)



Flyer BUND Bruhrain 2017

 

♥ ♥ herzlich willkommen ♥ ♥

 

7. Juni 2017

Nächster Termin

Freies Monatstreffen des BUND Bruhrain

am Mittwoch, 07. Juni ab 19:00 Uhr

Interessierte sind herzlich willkommen.

Treffen BUNDkinder Bruhrain

Mittwoch, 14. Juni 17:00 Uhr

9. Dezember 2016

"Das aktuelle Thema"

wussten Sie...,

Aktuell:  Gentechnik

...und Informationen zu:

Aufnahme von Themen gerne per Email

ausgezeichnetes Projekt 2012, 2013 und 2014 UN-Dekade Biologische Vielfalt, MuNa der Deutschen Bundesstiftung Umwelt 2009 , Umweltpreis der Erzdiözese Freiburg 2011 , Ideen Initiative Zukunft von dm und UNESCO, Aggiornamento des Deutschen Katholikentages, Sonderpreis BUND-Ortsgruppe des Jahres Baden Württemberg...

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